22. Mai 2012 12:00 bis 30. Juni 2012 18:00

Von Siegern und Verlierern

Fotografien von Harald Schmitt

Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus präsentiert die Ausstellung Von Siegern und Verlierern – Fotografien von Harald Schmitt anlässlich der Olympischen Spiele in London. Der Fotograf Harald Schmitt ist kein typischer Sportfotograf, ihn interessiert nicht ausschließlich der Zieleinlauf des Hundertmeter-Läufers, er möchte wissen, warum ein Mensch so schnell laufen kann und will. Was tut er dafür, wie sieht seine Vorbereitung aus, sein Training, sein Alltag? Schmitt begleitete „seine“ Sportler über Wochen, manchmal Monate – bis zum Sieg oder zur Niederlage. So sind nicht einfach Sportbilder entstanden, sondern immer wieder eindringliche Porträts von Menschen in Extremsituationen. Die Nähe und Vertrautheit des Fotografen mit den Sportlern ermöglichten ihm auch dann Zugang zu ihnen, wenn anderen Fotografen der Zutritt verboten war. Neunmal hat Schmitt die Tour de France begleitet, bei fünf Olympischen Spielen hat er fotografiert und dreimal den Americas´s Cup begleitet. Bei diesen legendären Segelwettbewerben war er vom Bau der Boote über die geheimen Windkanaltests und die Auswahl der Mannschaft bis zum endgültigen Match Race auf dem Wasser immer dabei. Neben den Profis auf Rad, Rasen oder Racer fotografierte er auch Politiker wie Hugo Chavez, die sich durch Sport ein dynamisches Image geben wollen. Harald Schmitt fotografierte von 1969 bis zu den Olympischen Spielen in München 1972 ausschließlich Sport. Danach wechselte er zur Agentur Sven Simon in Bonn und widmete sich Politik- und Wirtschafts-themen. Von 1977 bis 2012 war er festangestellter Fotoreporter des Magazins stern in Hamburg. Er wurde sechsmal mit dem renommierten World Press Photo Award ausgezeichnet.

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