21. Februar 2012 12:00 bis 1. April 2012 18:00

Preussisch- Allzupreussisches

Bilder und Skulpturen von Rainer Ehrt

Begrüßung Dr. Barbara Hendricks, Schatzmeisterin der SPD, Vorsitzende Freundeskreis Willy-Brandt-Haus
Einführung Prof. Peter Brandt, Historiker
Rainer Ehrt liest seine Textcollage PREUSSISCHGRAUBLAU

300 Jahre hat er nun bald auf dem Buckel, der gute alte Fritz. Grund genug, einen satirischen Blick auf das verehrte und geschmähte Preußentum zu werfen. Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus zeigt in einer Ausstellung großformatige, farbige Werke, denen jeweils gewitzte Texte zugesellt sind, alles aus der Feder von Rainer Ehrt. Rainer Ehrt ist ein historisch höchst interessierter Zeitgenosse, der die preußische Geschichte, ihre wesentlichen Figuren und Episoden auf humorvoll leichte Weise darzustellen weiß. Er zeichnet sich durch die preußische Geschichte, angefangen beim Markgrafen Albrecht Achilles, dem ersten Kurfürsten von Brandenburg im 15. Jahrhundert, über den Soldatenkönig und die mythische Luise bis zur letzten Wachablösung nach einem mehr als ruhmlosen Untergang. Gewitzt und pointiert hebt er dabei die Eigenarten des porträtierten Personals hervor und deckt so manche Kuriosität oder groteske Wandlung auf. Erfrischend bietet die Ausstellung sowohl ausgesprochenen Preußenkennern als auch interessierten Neulingen spannendes Anschauungsmaterial über Kartätschenprinzen, ostelbische Krautjunker oder Badekur-Kaiser. Und Friedrich? Der spielt mit Voltaire Schach dazu, und Querflöte – unterstützt von Pressluftzufuhr aus dem Keller seines Lustschlösschens. Rainer Ehrt, geboren 1960, lebt in Kleinmachnow, ist Zeichner und Grafiker sowie Brandenburger Kunstpreisträger 2007.

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