20.10.2017 bis 21.01.2018

Landwirtschaft der Gifte. Ihr Preis für den Menschen.

Fotografien von Pablo E. Piovano

19.10.2017

Landwirtschaft der Gifte. Ihr Preis für den Menschen.

Fotografien von Pablo E. Piovano

24.08.2017 bis 30.08.2017

Käthe Kollwitz – Fotografie und Grafik

29.06.2017 bis 03.09.2017

Werke aus der Sammlung im Willy-Brandt-Haus

150 Jahre Käthe Kollwitz / Verfolgte Moderne

28.06.2017

Werke aus der Sammlung im Willy-Brandt-Haus

150 Jahre Käthe Kollwitz / Verfolgte Moderne

02.06.2017 bis 25.06.2017

World Press Photo 17

28.04.2017 bis 21.05.2017

„Horchposten 1941/ Я слышу войну“

Interaktive russisch-deutsche Klanginstallation

27.04.2017

„Horchposten 1941/ Я слышу войну“

Interaktive russisch-deutsche Klanginstallation

16.03.2017 bis 21.05.2017

Verloren in Berlin und Bukarest

Fotografien von Fara Phoebe Zetzsche und Massimo Branca

15.03.2017

Verloren in Berlin und Bukarest

Fotografien von Fara Phoebe Zetzsche und Massimo Branca

26.01.2017 bis 02.03.2017

Künstlern auf der Spur

Portraits 1968-2008 von Angelika Platen

25.01.2017

Künstlern auf der Spur

Portraits 1968-2008 von Angelika Platen

© Pablo E. Piovano, Argentinien, 2014 © Pablo E. Piovano, Jessica Sheffer, Fracán, Argentinien, 2014
© Pablo E. Piovano, Argentinien, 2014 © Pablo E. Piovano, Argentinien, 2014

20. Oktober 2017 12:00 bis 21. Januar 2018 18:00

Landwirtschaft der Gifte. Ihr Preis für den Menschen.

Fotografien von Pablo E. Piovano

 

Ausstellung vom 20. Oktober 2017 bis 21. Januar 2018

Dienstag bis Sonntag 12 bis 18 Uhr | Eintritt frei | Ausweis erforderlich
Schließtage: 31.10.2017 / 24. bis 26.12.2017 / 31.12.2017 / 1.1.2018

 

Anlässlich der bevorstehenden Entscheidung über die Neuzulassung des umstrittenen Pestizids Glyphosat in der Europäischen Union zeigt der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus die Ausstellung Landwirtschaft der Gifte. Ihr Preis für den Menschen. mit Fotografien von Pablo E. Piovano. Der Fotograf dokumentiert die Folgen von 20 Jahren des wahllosen Einsatzes von Agrarchemikalien im ländlichen Nordosten Argentiniens und dessen katastrophale Auswirkungen auf die Menschen und ihre Umwelt.

Die Menschheit nimmt unfreiwillig an einem der größten Experimente weltweit teil. Glyphosat ist das meistverkaufte Pflanzengift der Welt. Es ist allgegenwärtig in der Nahrungskette. Vor allem durch den Import von gentechnisch veränderten Glyphosat-resistenten Futtermitteln u.a. aus Argentinien gelangt es in den menschlichen Organismus. Über eine Million Menschen in der EU unterschrieben bereits die Petition gegen die EU-Neuzulassung einer Chemikalie, die mit Krebs, Geburtsdefekten und Fortpflanzungsschäden im Zusammenhang steht. Es geht um den Schutz der Gesundheit der Menschheit und um ihr Überleben.

1996 genehmigte die argentinische Regierung den Anbau transgener Sojabohnen und den Einsatz von Glyphosat-Herbiziden auf genetisch modifizierten Nutzpflanzen, wobei sie sich ausschließlich auf herstellerinternen Studien der Firma Monsanto verließ. Nach fast zwei Jahrzehnten, in denen ein Drittel der Landesbevölkerung direkt oder indirekt von Glyphosat-Spritzmitteln betroffen war, ist Argentinien zu einer Feldstudie für Giftkatastrophen geworden.

Hunderte wissenschaftlicher Studien und medizinischer Untersuchungen bestätigen die tödlichen Wirkungen des Unkrautvernichtungsmittels: Die Krebsrate bei Kindern hat sich verdreifacht, die Häufigkeit von Fehlgeburten und Geburtsschäden mit ungeklärter Ursache ist dramatisch angestiegen. Atemwegs- und Hautkrankheiten, geistige Behinderungen sind nur einige der nachgewiesenen gesundheitlichen Auswirkungen auf die Menschen, die im Bereich der Spritzmittel leben. Trotz dieser unbequemen Wahrheit hat es bisher keinerlei systematische Information von offizieller Seite gegeben.

Pablo Ernesto Piovano (*1981) lebt als Fotojournalist in Buenos Aires, Argentinien und arbeitet als Fotograf für die Zeitung Página/12. Er erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, u.a. beim Festival Internacional de la Imagen in Mexiko, den International Photography Awards, den internationalen Fotojournalismus-Preises von Days Japan sowie den Nachhaltigkeitspreis beim LUMIX Festival für jungen Fotojournalismus in Hannover.
 

Im Kehrer Verlag erscheint der Katalog zur Ausstellung: Pablo E. Piovano, The Human Cost of Agrotoxins / El Costo Humano de los Agrotóxicos, 144 Seiten, ISBN 978-3-86828-767-7

 

Parallel wird die Ausstellung Der Skandal Minamata 1971-73. Fotografien von W. Eugene Smith. gezeigt.