16. Februar 2013 12:00 bis 15. März 2013 18:00

„Das Freie Wort"

1933 – Vom Ende der Pressefreiheit zum Terrorsystem

Dienstag bis Sonntag 12 bis 18 Uhr
Eintritt frei. Ausweis erforderlich.
Die Ausstellung ist am 22. Februar 2013 geschlossen.

Die Veranstaltung im Willy-Brandt-Haus widmet sich dem Gedenken der einzigen Protestkundgebung für Das Freie Wort in der NS-Zeit mit einer Podiumsdiskussion, in der auch der Bogen zur heutigen Bedrohung von Grundrechten und zum Widerstand aus der Zivilgesellschaft geschlagen wird.

Auf den Tag genau vor 80 Jahren, am 19.2.1933, drei Wochen nach der Machtergreifung Hitlers, trafen sich über 900 Schriftsteller, Journalisten, Verleger und Wissenschaftler in der Kroll-Oper, um gegen die Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit durch die Nationalsozialisten zu protestieren. Sie nannten den Kongress Das Freie Wort, angelehnt an die gleichnamige SPD-Wochenzeitung des Publizisten und SPD-Politikers Ernst Heilmann.

„Es gebe Zeiten, da das Freie Wort nicht mehr mit Worten, sondern durch die Tat verteidigt werden müsse“, schrieb Alfred Kantorowicz im Vorfeld der Veranstaltung in der Welt am Abend. Der Schriftsteller begründete 1934 im Pariser Exil die Bibliothek der verbrannten Bücher.

In der Ausstellung Verbrannte Bücher – Von den Nazis verfemte Autoren werden auf sieben Stelen anhand ausgewählter Schriftsteller-Lebensläufe die Geschichte der Bücherverbrennung 1933 und die damit verbundenen Schicksale gezeigt. Es werden Fakten und Hintergründe zur Bücherverbrennung sowie zum Umgang mit unliebsamer Literatur und ihren Schriftstellern im Dritten Reich dargestellt.

An integrierten Hörstationen können Tondokumente ausgewählter Schriften gehört werden.
Die vorgestellten Schriftstellerinnen und Schriftsteller sind u.a. Max Brod, Alfred Döblin, Claire und Ivan Goll, Egon Erwin Kisch, Maria Leitner, Heinrich Mann, Klaus Mann, Erich Maria Remarque, Joseph Roth, Anna Seghers, B. Traven, Kurt Tucholsky, Stefan Zweig.

Eine Ausstellung des Förderkreises „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ in Zusammenarbeit
mit dem Feuilletonchef der FAZ Volker Weidermann und dem Kurator Jan Frontzek.